Rallye-WM 2013

Fotos: Hersteller, MI-Archiv

Das Personalkarussell der World Rally Championship (WRC) gleicht momentan einer wilden Achterbahn. Und VW bestimmt momentan das Tempo!

Ford verkündete, dass man sich zum Ende der Saison 2012 werksseitig aus der Rallye-WM zurückziehen wird. „Ford blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte in der Rallye-WM zurück. Daher ist uns diese Entscheidung nicht leicht gefallen“, betont Roelant de Waard, als Vizepräsident von Ford Europa verantwortlich für Marketing, Sales & Service.

Ford war seit Gründung der Rallye-WM im Jahr 1973 in der Königsklasse vertreten und kann mit einer stolzen Erfolgsbilanz aufwarten: drei Konstrukteurs-Titel und 82 Siege bei WM-Läufen. Das britische Team M-Sport, das seit 1997 erfolgreich die Einsätze der Marke in der Rallye-WM koordiniert, wird den Fiesta RS WRC auch weiterhin in der Top-Liga dieses Sports einsetzen.

Bei Mini läuft es ähnlich: Schon in dieser Saison liefen die Prodrive-Autos nicht als offizieller Werks-Einsatz. Allerdings unterstützte man das Team nach wie vor. Ab 2013 könnten die Autos privat eingesetzt werden, aber mit Unterstützung von und durch BMW Motorsport

Während Ford und Mini mit diesen schwammigen Lösungen hantieren, kommt Citroen der Top-Fahrer abhanden: Sébastien Loeb, der sich auch 2012 vorzeitig den Titel sichern konnte, verkündete nach neun WM-Titeln seinen Rückzug aus der Meisterschaft. Er möchte nur noch bei ausgewählten Läufen starten.

Ganz anders sieht es bei Hyundai und VW aus: Die Koreaner verkündeten den werksseitigen Einstieg mit einer WRC-Version des i20, VW ist mit dem Skoda Fabia schon jetzt fleißig dabei und wird ab der Rallye Monte Carlo den Polo R WRC zum Einsatz bringen.

Dass es VW mit seinem Einstieg in die Rallye-WM ernst meint, war schon mit der frühzeitigen Verpflichtung von Sébastien Ogier klar. Mit ihm hatte man sich im Frühstadium der Polo-R-WRC-Entwicklung einen der schnellsten Männer im aktuellen Rallye-Zirkus an Land gezogen. Auch die Verpflichtung von Jost Capito als Motorsport-Chef war ein geschickter Schachzug. Capito verfügt über eine Menge Know-How im Rallyesport - und war zuvor für Fords WRC-Team tätig.

Der nächste Paukenschlag folgte im Oktober: VW sicherte sich auch noch die Dienste von Jari-Matti Latvala, der mit seinem Copiloten Miikka Anttila bisher im Ford Fiesta um die WM-Krone mitfuhr. Der 27-jährige Finne erzielte bislang sieben WM-Laufsiege, wurde in der Saison 2010 Vizeweltmeister und hält seit seinem ersten Rallye-Erfolg im Jahr 2008 den Rekord als jüngster Laufsieger der WM-Geschichte.

Wer im Januar 2013 auch immer in welchem Auto sitzen wird und welcher Hersteller auch immer offiziell oder über Privat-Teams antreten wird: Die WRC-Saison 2013 verspricht eine Menge Spannung!

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