Auf großer Fahrt

Fotos: Thomas Pfahl

Am Freitag führte die zweite Etappe über Ratzeburg zum Iberotel nach Boltenhagen an der Mecklenburger Bucht. Tagesziel des zweiten Rallye-Tages ist nach 305 Kilometern und sechs WPs die Ferienregion "Land Fleesensee", landschaftlich eindrucksvoll im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte gelegen. Zeit, ein bißchen Benzin zu reden und die erste Hälfte der Rallye Revue passieren zu lassen: die Teams sind begeistert vom herzlichen Empfang entlang der Strecke. Die Anwohner sitzen vor ihren Häusern, jubeln und winken den Oldtimern zu - trotz des Regens! Die Durchfahrtkontrollen sind zu wahren Dorffesten geworden: die Blasmusik spielt, Kaffee, Kuchen und Würstchen werden gereicht, Moderatoren stellen die Autos vor.

Der Samstag beginnt mit etwas Chaos in der Startaufstellung - immerhin scheint die Sonne wieder. Einige Teams haben auf Ersatzfahrzeuge zurückgegriffen oder fehlen komplett. 275 Kilometer mit sieben Wertungsprüfungen haben die Teilnehmer noch zu absolvieren, einen Teil davon auf dem ehemaligen Militär-Fughafen in Groß-Dölln. Aufgrund der riesigen Platzverhältnisse werden dort viel höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten bei den WPs angesetzt.

Die größte Landebahn Europas wird zudem zur Bühne für eine ganz besondere Vorstellung: Der einzige noch fliegende Rosinenbomber, eine Douglas DC-3 von 1944, zeigte am Rallye-Samstag, was noch in ihm steckt. In sicherem Abstand fliegt die zweimotorige Maschine über die Köpfen der Zuschauer hinweg. Doch dabei brüllt der Rosinenbomber nicht so laut wie die beiden anderen Attraktionen am Flugfeld: zwei der legendären Silberpfeile, ein Mercedes W 196 R von 1954 und ein Auto Union Rennwagen Typ A von 1934, starten zu ein paar Schauläufen.

Nach diesem Spektakel und einer kleinen Stärkung geht es weiter bis Berlin. Die zeitgleich stattfindende Leichtathletik-WM mit den dazugehörigen Straßensperrungen war zum Glück bei der Erstellung des Roadbooks berücksichtigt worden. 170 Oldies kämpfen sich nun durch das Gewühl der Hauptstadt, bevor es im Ritz-Carlton zum großen Finale kommt - dort steht abends die große Siegerehrung an. Die besten Wertungsprüfungen werden prämiert, die ersten Drei jeder Klasse und schließlich die erfolgreichste Mannschaft.

Ganz am Ende stehen Geburtstagskind Gotthard Schleicher und seine Beifahrerin Maria Schmitt auf der Bühne. Mit ihrem Lancia Beta Montecarlo S1 haben sie den Gesamtsieg eingefahren - wir gratulieren! Bester Ford im Feld wird übrigens das 64er Mustang Coupé mit Walter und Barbara Erke auf dem 20. Platz.

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Von: TP

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