Stabile Lage

Fotos: T. Pfahl

Sie wird gerne als "Klassik-Weltmesse" betitelt, um ihren internationalen Stellenwert zu unterstreichen. Nach offiziellen Angaben lockte die Techno Classica in Essen bei ihrer 23. Auflage insgesamt 178300 Besucher in die Hallen bzw. auf ihre Freigelände.

"Eine auf hohem Niveau stabile Marktlage", stellte Anton L. Franssen, SIHA-Geschäftsführer, im Verlauf der Messe fest. Keine Frage, die Techno Classica ist seit Jahren etabliert und vor allem bei den Anbietern und Käufern teurer Oldtimer beliebt: "Auffallend viele Fahrzeuge in der hochpreisigen Kategorie ab 100000 Euro wurden ins Ausland verkauft", so Franssen weiter.

Und so ist die Messe für viele Besucher eine Show der Superlative. Ein Bulli für über 80000 Euro, eine Mercedes Landaulet für 890000 Euro, dazu viele seltene Schätzchen aus der mittlerweile 125-jährigen Historie des Automobils. In Essen sieht man Flügeltürer, E-Types, sämtliche Porsche-Modelle, aber auch viele Exoten: ungewöhnliche Karosserien, die auf fast biedere Serientechnik gesetzt wurden. Studien, die jahrzehntelang in den Hallen von Mercedes, VW & Co verschollen schienen.

Nur eine Randerscheinung ist und bleibt der "Aha-Effekt", wenn man die berühmten Brot-und-Butter-Autos sehen will, die man selber von früher kennt. Auch wenn dem Youngtimer-Bereich angeblich von Jahr zu Jahr eine größere Bedeutung zugemessen wird, stehen die teuren Veteranen im wahrsten Sinne im Mittelpunkt rund um den SIHA-Turm in Halle 6. Doch der Gang über die Freigelände lohnte ebenso wie ein Besuch der "Club-Hallen" in den oberen Etagen bzw. im "Keller", der Halle 1A.

Die Historie eines Wohnwagens, der weltweit unterwegs war und dabei 380000 Kilometer abgespult hat, ist sicher für den ein oder anderen Besucher interessanter als die Anzahl der prominenten Vorbesitzer eines unbezahlbaren Boliden. Promis sind ohnehin ein gutes Stichwort: zu Autogrammstunden oder informativen Besuchen finden sich in Essen immer wieder frühere oder noch aktive Rennfahrer ein. Aber auch ganz andere Prominente setzten ihre "Duftmarken": während am Mercedes-Stand der 600er von Elvis parkte, war in Halle 1A der aufgeschnittene Kadett aus dem Musikvideo von Song-Contest-Sternchen Lena zu sehen.

Und damit wirklich jeder bedient wird, fuhren auch die Anbieter der dazugehörigen Accessoires mächtig auf: zeitgenössische Aufkleber für das perfekte Finish des Oldies waren ebenso zu bekommen wie stilechte Petticoats für die Lady oder die antike Leder-Couch für das traute Heim. Ein nicht mehr ganz neuer Trend wächst hingegen offenbar zu einer ungeahnten Größe heran: Oldtimer-Fahrten wie beispielsweise die Ruhr Classics sind ein großes Thema geworden. Echte Oldtimer-Freunde wollen ihr Schätzchen eben auch bewegen...

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Von: T. Pfahl

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