Essen Motor Show 2014

Keine Frage: Die Essen Motor Show ist die "grande dame" der Motorsport- und Tuning-Messen. Und wenn eine Dame in die Jahre kommt, lässt sie sich gerne mal etwas aufhübschen. Gerade dann gilt es, Vorsicht walten zu lassen und es mit den Schönheits-Operationen nicht zu übertreiben. Denn der Freundes- und Bekanntenkreis liebt und schätzt die Lady nun mal so, wie man sie kennt...

Schon seit einigen Jahren feilt man an der Ausrichtung der Essen Motor Show - zumindest in der Theorie. Was der Besucher davon mitbekommt, steht auf einem anderen Blatt. 2014 war die wohl auffälligste Änderung die Verlegung der "tuningXperience" von der ungeliebten Keller-Halle 1A in die Halle 12, also quasi an den Haupteingang. Die Halle 1A blieb geschlossen. Somit standen die hochkarätigen Exponate der (Hobby-)Schrauber erstmals und völlig verdient so richtig im Rampenlicht - auch wenn sich der ein oder andere Besucher etwas mehr Platz gewünscht hätte, um jedes der 100 Fahrzeuge von allen Seiten begutachten und fotografieren zu können.

Natürlich fanden sich in diesem markenoffenen Mix einige bekannte Vertreter aus der Ford-Szene. Wer als Besucher hingegen den Eingang West genommen hatte, landete in der ebenfalls recht sehenswerten Sonderschau "Formel 1 made in Germany" mit einigen erfolgreichen Fahrzeugen aus diversen Motorsport-Epochen. Der Eingang Süd hingegen führte direkt in die Oldtimer-Halle, in der betagte Schätze aller Baujahre auf neue Käufer (oder zumindest begeisterte Bewunderer) warteten.

Die angekündigte Sonderschau "Automobildesign" verlief sich hingegen in diversen Hallen - und bestätigte so den Verdacht, dass die von Anfang an zur Essen Motor Show gehörenden Sonderausstellungen immer mehr zum Lückenbüßer verkommen. So fand sich in der VDAT-Halle 10/11 ein flächenmäßig äußerst großzügig ausgelegter Themenbereich "Elektromobilität". Kenner der Messe vermissten hier den großen Stand von Mercedes-Veredler Brabus, der tatsächlich nicht in Essen vertreten war. Gleich nebenan feierte sich der VDAT mit seiner Initiative "Tune it safe!", die es seit nunmehr zehn Jahren gibt.

Die drei Eingänge jedenfalls führten gleich zu den drei großen Themenbereichen der Messe: Tuning, Motorsport und Klassiker. War in den vergangenen Jahren noch die Rede davon, dass man in der Tradition der ehemaligen Jochen-Rindt-Show den Motorsport wieder stärker in den Vordergrund rücken möchte, war 2014 davon wieder weniger zu spüren. Natürlich ging es in den zentral gelegenen Hallen 6 und 7 mit der DMAX-Motorsportarena sowie den Ständen der Rennstrecken, Teams und Zulieferer um alles, was mit dem Rennsport zu tun hat.

Zurück zum eigentlichen Thema: "Tuning" spielt in Essen traditionell eine große Rolle. Auch wenn die berühmt-berüchtigten Shows mit den leichtbekleideten Mädels mittlerweile fehlen, gab es doch eine Menge zu sehen. Und dabei sprechen wir jetzt von den Möglichkeiten, sein Auto zu veredeln: Brock beispielsweise präsentierte in Essen seine neuen Felgen-Designs B36 und RC29, Schmidt stellte den Prototyp eines Leichtbau-Rades vor, Speedline hatte seine bereits serienfertige Carbonfelge mit dabei. Auch einige asiatische Anbieter mischten sich mit teilweise recht abgedrehten, teilweise recht bekannt wirkenden Rädern unter die Aussteller, so etwa PWC Wheels.
 
Aber neben den automobilen Stars gehören zur Essen Motor Show traditionell auch die (mehr oder weniger) Prominenten der Tuning- und Motorsport-Szene. So traf man beispielsweise auf die DTM-Piloten Mike Rockenfeller, Marco Wittmann und Maxime Martin sowie Rennfahrer-Legende Hans-Joachim Stuck oder die "PS-Profis" Jean-Pierre Krämer und Sidney Hoffmann. Am Ende fällt das Fazit (natürlich) wieder positiv aus: Rund 352.000 Besucher kamen nach offiziellen Angaben vom 28. November bis zum 7. Dezember in die Messe Essen.

Von: T. Pfahl

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