Aus Freude am Fahren

Das Heck des blauen Capri

Unter die Haube geschaut

Capri-Innenraum

Fotos: Thomas Pfahl

Stark wie ein Bayer – 83er Capri

Wie – ein BMW-Slogan als Motto für einen Capri? Ja, lieber Leser - das ist in diesem Falle gar nicht so abwegig, wie man zunächst meint. Denn Wolfgang Ternes hat seinem edel wirkenden Coupé ein ganz besonderes Triebwerk gegönnt...

Das wird Diskussionen geben – dessen sind wir uns genauso bewusst wie Wolli damals, als er mit seinem Projekt begonnen hat. Ein BMW-Motor im Ford? Muss das sein? Die Antwort lässt sich am Grinsen des Erbauers ablesen: Das muss nicht sein, aber es macht Spaß! Manche bauen sich die Spiegel eines M3 an ihr Auto, bei Wolli war es eben der Antriebsstrang. Warum kein Mustang-V8? Oder vielleicht ein Cosworth-Triebwerk? Nun ja, als der Entschluss zu diesem ungewöhnlichen Projekt reifte, schraubte der Kfz-Mechaniker und langjährige Ford-Fahrer gerade vornehmlich an BMW-Rennwagen. Der Umgang mit den leistungsstarken Motoren und die eine oder andere Probefahrt weckten die Begeisterung für die bayrischen Sechszylinder. Aber dafür sein Hobby "Capri" aufgeben? Niemals!

Warum also nicht das eine mit dem anderen kombinieren? Fortan sammelte Wolli Erfahrungen, Ideen und Teile. Das passende Auto war relativ schnell zur Hand. Die potenziellen Schwachstellen des 83ers beziehungsweise des Capri an sich waren dem Eifeler hinlänglich bekannt, so dass er sich zielgerichtet an die Blecharbeiten machen konnte. Dazu sei gesagt, dass die Karosserie eher dezent bleiben sollte. Trotz seiner künftigen Power sollte das Auto kein Flügelmonster werden – das wäre vielleicht mal eine Idee für ein späteres Projekt. Und so zeigt sich der Capri heute äußerlich von seiner besten Seite: Die markante Linie ist geblieben, die getönten Scheinwerfer eines BMW E30 geben einen ersten leisen Hinweis auf das Kraftwerk dahinter. Auch die Lufteinlässe in der Haube könnten von Kennern als Notwendigkeit interpretiert werden. Gleiches gilt für die geweiteten Radläufe – dreiteilige BBS-Felgen in 8 beziehungsweise 10 x 15 Zoll mit  215/40er Bereifung vorne und 245/35ern hinten brauchen nun mal etwas Platz. Grill und Heckleuchten des Capri 2 sind hingegen ebenso wie das cleane Heck ohne Waschdüse, Wischer und Schleppöse die Kür eines Capri-Liebhabers. Der eher untypische, dunkelblaue Metalliclack in Verbindung mit den getönten Scheiben steht dem Auto bestens und lockt auf jedem Treffen Neugierige an.

Die versuchen natürlich auch, einen Blick in den Innenraum zu erhaschen. Verwunderte Augen erblicken dort ein Stack-Display, das zusammen mit drei Rundinstrumenten in einer Kohlefaser-Blende untergebracht ist. Noch besser sieht man das ungewöhnliche Cockpit, wenn Wolli das OMP-Lenkrad mit einem schnellen Griff abnimmt – "braucht kein Mensch, ist aber saucool!" Was man in diesem Auto schon eher braucht, sind die König-Schalensitze mit 4-Punkt-Gurten von Willans. Im Fall des (Un-)Falles schützen der Heigo-Käfig sowie ein Kohlefaser-Feuerlöscher. Optische Highlights sind die diversen Aluteile sowie der schwarze Himmel.

Die komplette Story gibt´s in der DRIVE FORD SCENE 01/09!

Von: Thomas Pfahl

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