Budenzauber

Ford Consul L Heckansicht

Ford Consul L Seitenansicht

Ford Consul L Motorhaube

Ford Consul L RĂŒckleuchte

Ford Consul L Innenraum

Fotos: Peter Schulz

"Lass keine Ratte draus werden!" - Christoph Marweg klingen die Worte seines Bruders bei der Übergabe des 73er Ford Consuls noch im Ohr. Von einem Street-Racer hat er aber nichts gesagt!

FĂŒr die obere Mittelklasse bzw. sogar fĂŒr die Oberklasse wurde die Consul-/Granada-Baureihe entwickelt. Ford betrieb einen enormen Aufwand fĂŒr das neue Modell. Dem Consul als Basismodell kam dabei die ehrenvolle Aufgabe zu, den "einfachen Mann" mit dem entsprechenden Einkommen zur Oberklasse hinzufĂŒhren. Vor diesem Hintergrund las sich die Annonce fast schon traurig - 250 DM sollte das 73er Exemplar kosten, das ein Kollege von Christophs Bruder AndrĂ© ausfindig gemacht hatte. "FĂŒr den Preis konnte das eigentlich nur eine Backform sein, aus der man noch ein paar Löffel rauskratzt", kommentiert der Werkzeugmechaniker die Offerte heute noch fast schon herzlos. Aber der VerkĂ€ufer versicherte seinem Bruder, dass sie den Wagen mit roten Nummern abholen und auf eigener Achse nach Hause fahren könnten. Also auf nach Hamburg!

Dem ersten Anschein nach war der Consul tatsĂ€chlich in einem guten Zustand. Sein wahres Ich offenbarte der große Ford allerdings nicht viel spĂ€ter: nach zwei Kilometern waren die Bremsen fest, nach wenigen Gangwechseln verabschiedete sich der Schalthebel aus seiner vorgesehenen Position. An der nĂ€chsten Tankstelle wurde der Ford erst einmal zwischengeparkt - Chris und sein Bruder fuhren nach Hause, einen Trailer holen.

Kurz danach entschied sich AndrĂ©, in die USA zu gehen. Da er schon zwei Autos "im GepĂ€ck" hatte, ĂŒberließ er den Consul Chris mit der Bitte, ihn nicht zur Ratte zu machen. Das erledigte die braune Pest fast von selber: der Gammel zeigte sich an den bekannten Stellen (RadlĂ€ufe, TĂŒren, Front) immer heftiger. Im Winter 2006/2007 hatte der Eckernförder die Nase voll - jetzt war Schluß mit rostig! "Ich hatte mich entschlossen, die Bude komplett zu zerlegen und alles neu zu machen", berichtet Chris.

Ein mutiges Vorhaben: die Demontage offenbarte immer neue Löcher und angefressene Karosserieteile. Mit Flex, Reparaturblech und SchweißgerĂ€t bewaffnet, machte er sich ans Werk. Im Laufe der mehrwöchigen "Bodybuilding-Phase" trafen auch die ersehnten Felgen ein: 8J x 17-Zöller von Dezent. Die 245 mm breiten Bridgestone-Reifen mit 40/45er Querschnitt (v/h) waren schnell montiert, damit Chris die RĂ€der zur Probe auf die Achsen stecken konnte. Na klar - das passte so natĂŒrlich nicht. Erst das BördelgerĂ€t schaffte den notwendigen Platz. Jetzt kommt Sascha ins Spiel: der Kollege freute sich schon drauf, dass er beim Spachteln und Schleifen des Consuls mitmachen durfte. "Er hat mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden und bei der Lackierung sehr gut geholfen", bedankt sich Michael. In "Competition Grey" wurde die Limousine eingefĂ€rbt - um die Sache mit der "Competition" noch zu unterstreichen, gab es eine schwarze Motorhaube gleich mit dazu. Und durch die ragt in bester Musclecar-Manier ein riesiger Lufteinlass.

Von: Thomas Pfahl

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