Fein-Tuning

Eigentlich kam Frank ja eher zufällig an diesen Capri – er brauchte 1988 einen Ersatz für seinen verbreiterten RS2600, der sich nach 18 Jahren (davon neun in Franks Besitz) als ziemlich restaurierungsbedürftig erwies. Der Nachfolger, ein 73er 1600 L, war alles andere als ein Schmuckstück.

Frank wusste von vornherein, dass da noch eine Menge Arbeit auf ihn zukommt. Trotzdem hielt der Einser noch einige unangenehme Überraschungen bereit: „Zum Beispiel die A-Säulen und die Innenradhäuser...” Aber ein echter Capri-Freund lässt sich von so etwas nicht endgültig abschrecken – Teile und Kontakte waren vorhanden, nach knapp einem Jahr war das Coupé wieder auf der Straße. Fünfzehn Jahre dauerte der Fahrspaß, bis ein Motorbrand ihm im August 2004 ein jähes Ende setzte – auf dem Rückweg von einem Treffen in der Schweiz.

Frank hatte auch nach der ungewollten Denkpause keine Lust mehr, sein Capri wäre fast in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Aber wer Leute wie Dirk Krüger und Gerd Brauneiser kennt, darf sich nicht einfach so aus der Szene verabschieden. Der Capri-Experte sowie der Motoren-Spezialist sagten ihre Unterstützung zu – und somit wagte Frank das „wahnwitzige Projekt”, wie er es heute selber nennt. Und diesmal sollte es richtig gründlich werden: Erst 2010 bezeichnete Frank die Restauration als beendet.

„Der Wiederaufbau wurde dadurch begünstigt, dass ich seit 30 Jahren Ersatzteile sammle und darauf zurückgreifen konnte.” Der Hauptteil der Blecharbeiten wurde in einer Karosseriefirma auf der Richtbank erledigt. Kotflügel, Türen und andere Anbauteile konnte er mit Dirks Hilfe einpassen. Nach der Lackierung bewahrte Frank die Nerven und schusterte den Capri nicht einfach schnell zusammen. „Ich wollte alles optimal haben”, versichert er. Der genaue Blick auf den Oldie beweist, dass er sein Vorhaben bestens umgesetzt hat.

Schauen wir dem Capri aufs Blech: Die rote Karosserie mit dem Vinyldach und den Chromstoßstangen zeigt sich in Top-Form. Der Entenbürzel auf dem Kofferraumdeckel sowie RS-Frontschürze und -Kotflügel und die schwarze Motorhaube erinnern an den sportlichen Vorgänger in Franks Garage...

Die komplette Story gibt´s in der DRIVE 03/11!

Von: T. Pfahl

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