Kölner Erfolgsmodell

Fotos: Ford

Schon Ende der 60er Jahre erkannte man bei Ford, dass am unteren Ende der Modellpalette ein günstiger Kleinwagen fehlte. Man begann mit der Entwicklungs des „Bobcat“, so der ursprüngliche Projektname. Mit einem enormen finanziellen Aufwand entwickelte man eine komplett neue Fahrzeugklasse, dazu gehörte auch der Neubau des Werkes bei Valencia.

Die Produktion in Spanien soll letztendlich auch zum mediterranen Namen „Fiesta“ geführt haben. Ab dem Frühjahr 1976 wurde das 3,56 Meter kurze Leichtgewicht (ab 730 kg) europaweit angeboten. 40 PS reichten für die Basis-Version, Fiesta „S“ oder „X“ boten später mehr Leistung und wurden zum Vorläufer der beliebten XR2(i)-Modelle. Ab 1977 wurde der Fiesta auch in den USA angeboten.

Mit dem Modelljahr 1982 gab es einige Änderungen, im August 1983 wurde die dritte Generation eingeführt. Insbesondere der Vorderwagen wurde umfassend geändert, sprich: aerodynamischer gestaltet. Unter der Haube kamen die neuen cvh-Motoren mit 1,3 bis 1,6 Litern Hubraum zum Einsatz. Erstmals war auch ein 5-Gang-Getriebe lieferbar. 1984 kam die rundum verspoilerte Sportversion namens „XR2“ mit 97 PS auf den Markt.

Der „GFJ“ – so der Werkscode der ab 1989 produzierten Generation – war eine komplette Neuentwicklung. Erstmals gab es den Fiesta jetzt auch mit fünf Türen. Auf der technischen Seite gab es Dreiecksquerlenker vorne und eine Verbundlenker-Hinterachse. ABS und Airbags gehörten ebenfalls fortan zur Ausstattung. Stärkster Motor in Deutschland war der 1992 und 1993 angebotene 1,8-Liter-16V (Zetec) mit 130 PS, in anderen Ländern gab es sogar einen
Fiesta RS Turbo.

Diverse Änderungen in Technik, Sicherheit und Komfort folgten 1994, mit dem „JAS/JBS“ (Fünf-/Dreitürer) kam 1996 der offizielle Nachfolger. Mit der Einführung des Ka bekam der Fiesta einen kleinen Bruder zur Seite gestellt und war somit nicht mehr das kleinste Modell der Marke. Gleichzeitig wurde er auch als Mazda 121 angeboten.

Mit einer neuen Front und neuen Stoßfängern ging die 99er Generation an den Start, die bereits kurz darauf wieder abgelöst wurde – vom kompletten neuen Fiesta 2002. Damit hatte das mit dem Focus eingeführte „New-Edge-Design“ auch den kleineren Bruder erfasst. Leistungsmäßig ging es mit 60 PS (1,3-Liter-Duratec) los, der ST(150) wurde zum Top-Modell. Mit dem Fusion bekam der Fiesta eine geräumigere Variante auf gleicher Basis zur Seite gestellt. Zum Modelljahr 2006 gab es ein Facelift.

Im August 2008 startete Ford die aktuelle Generation im „kinetic design“, die weltweit angeboten und an verschiedenen internationalen Standorten produziert wird. Nachdem der Fiesta immer wieder auch im Motorsport von sich reden machte, ist er aktuell das Wettbewerbs-Fahrzeug in der Rallye-WM.

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