Old Skool Deluxe

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Die Leidenschaft für dieses Ford Deluxe Coupe, das den heutigen Besitzer dieses Schmuckstücks mit seinem Fahrzeug verbindet, beginnt mit einem Schlüsselmoment in seiner frühesten Jugend. In den späten Vierzigern parkte so ein Modell regelmäßig vor dem "Sweet Shoppe Candy Store" in Paul Rodrigues Heimatstadt. Seit diesen ersten Begegnungen wollte den damaligen Teenager der Gedanke an dieses Auto nicht mehr loslassen. Das diese Jugendliebe ein ganzes Leben halten sollte, war damals allerdings noch nicht absehbar.

Wir setzen einmal voraus, dass ein Großteil unserer Leser ebenfalls von irgendwelchen vierrädrigen Träumen geplagt wird. Der eine oder andere Traum wird realisiert, andere wiederum verblassen mit der Zeit. Der Eindruck, den dieser Ford bei Paul hinterlassen hat, ist seit der ersten Begegnung wie eine tiefe Kerbe in seinem Gedächtnis eingemeißelt. So tief, dass er ihn sich nach etlichen Jahrzehnten doch noch verwirklicht hat.

Joe Ferrara hieß der Heißsporn, der damals seinen Ford vor dem Candy Store geparkt hat. Innerhalb kürzester Zeit war er mit seinem Wagen nicht nur stadtbekannt, sondern auch weit über die lokalen Grenzen hinaus in aller Munde. Das verwundert kaum, denn bei seinem Fahrzeug handelte es sich keinesfalls um die Serienversion. Wenn wir heute von Old Skool reden, dann meinen wir in der Regel die aufgemachten Fahrzeuge, mit denen sich die Jungs in den Vierzigern und Fünfzigern heiße Duelle geliefert haben - und das nicht immer nur auf rein sportlicher Ebene.

Die so genannten "Moonshine Runners" wussten das Potential dieses Modells zu schätzen und setzten es dazu ein, das eine oder andere hochprozentige Tröpfchen zu schmuggeln. Fahrzeuge wie dieses waren für ebenjenen Zweck wie geschaffen, zumal sich reichlich Verstecke boten, um die heiße Fracht vor unliebsamen Blicken zu schützen. Unter den Bodenplatten und hinter dem Rücksitz gab es genügend Stauraum... NASCAR-Legende Robert Glenn Johnson findet seine Wurzeln beispielsweise ebenfalls bei den Moonshine Runners. Solange er in seinem 1940er Ford Deluxe Coupe unterwegs war, haben es die Ordnungshüter nicht geschafft ihn dingfest zu machen. Verhaftet wurde er nur einmal - und da war er zu Fuß unterwegs.

Das zweitürige Deluxe Coupe kam im Modelljahr 1940 auf ein Gesamtgewicht von rund 1,2 Tonnen, besaß einen Radstand von 2.845 Millimetern und war damals ab 721 US-Dollar zu bekommen. Gegen Aufpreis war eine Variante mit Flip-Up-Rücksitzbank zu bekommen, aber die damaligen Rodder bevorzugten den Dreisitzer.

Das Fahrzeug, das Paul als Jugendlicher so beeindruckt hatte, gehörte zu den legendärsten Fahrzeugen der Moonshine Runners. Das Coupe war ordentlich aufgemacht und brauchte die damalige Konkurrenz nicht zu fürchten. Was damals unter der Haube für Vortrieb sorgte, ist leider nicht bekannt. Sicher ist allerdings, dass nur wenige Kunstgriffe ausreichten, um aus einem gewöhnlichen Serienmodell einen echten Hingucker zu zaubern. Dank der gelungenen Linienführung lässt sich der gewünschte Customlook mit ein paar einfachen Radkappen und Weißwandreifen auf einfache Weise erzielen. Genau diese Eigenschaften waren es, die Paul seit jeher an diesem Ford faszinierten. In all den Jahren hat er etliche Autos besessen, umgebaut und wieder verkauft.

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